In diesem Jahr (2026) hat unser Aprikosenbaum das erste Mal Früchte getragen. Ein Anlaß, endlich mal wieder Aprikosenknödel zu kochen.
In Österreich wird oft ein Quarkteig anstelle des Kartoffelteiges verwendet (& die Knödel heißen Marillenknödel). Unser Teig hier ist auch die Grundlage für Pflaumenknödel.
Übrigens ist das bei uns ein Hauptgericht, in Österreich eine Nachspeise. Als Hauptgericht sollte man pro Person mit 5-6 Knödeln rechnen!
Zeit
ca 1h:
- Kartoffeln schälen und kochen; zeitgleich Aprikosen vorbereiten (30 min)
- Teig vorbereiten (5 min)
- Wasser aufsetzen; Knödel formen (10 min)
- Knödel ziehen lassen, zeitgleich Brösel vorbereiten (15min)
Zutaten:
500g mehlige Kartoffeln
100g Mehl
50g Grieß
1 Ei
1 Prise Salz
10 Aprikosen
10 Stück Würfelzucker (kann auch weggelassen werden, dann die Aprikosen mit einer zusätzlichen halben Aprikose füllen)
100g Zucker
Vanille
100g Semmelbrösel
50g Butter
Salz
Arbeitsschritte
- Die Kartoffeln kochen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken.
- Einen großen Topf mit Wasser zum Kochen bringen; salzen.
- Den Grieß, das Mehl, das Ei und das Salz hinzufügen und zu einem glatten Teig verarbeiten.
- Die Aprikosen waschen, aufschneiden und entsteinen. Anstelle des Kerns in jede Aprikose ein Stück Würfelzucker oder eine weitere halbe Aprikose stecken.
- Aus dem Teig kleine Kugeln formen, platt drücken und jeweils eine Marille in die Mitte legen. Dann Teig verschließen und eine Kugel formen.
- Die Aprikosenknödel ca. 15 Minuten köcheln lassen.
- Währenddessen Butter und Zucker in eine Pfanne geben und erhitzen. Den Zucker schmelzen lassen.
- die Semmelbrösel dazugeben, Vanille dazu geben, weiter erhitzen bis die Semmelbrösel goldbraun sind.
- Die gekochten Knödel mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und kurz abtropfen lassen.
- Die Aprikosenknödel in den Semmelbröseln wälzen, bis sie vollständig bedeckt sind.
Alternativen
Analog lassen sich Pflaumenknödel zubereiten. Bei uns werden diese dann nicht in Semmelbrösel gewälzt, sondern mit brauener Butter und Zucker serviert. In Böhmen hatte ich in meiner Kindheit einmal Erdbeerknödel. Diese wurden zusätzlich mit einem sehr milden, geriebenen Käse bestreut. Daran kann ich mich noch nach 40 Jahren erinnern!